Einfach mal machen – warum ich meine Webseite wiederbelebt habe
21. Oktober 2026
Manchmal dauert es einfach ein bisschen länger. In meinem Fall sogar ein paar Jahre. Da hatte ich also eine eigene Domain, eine gehostete Webseite und eigentlich auch genügend Themen, über die ich hätte schreiben können. Berufliche Erfahrungen im Marketing, Technik, Musik, Filme, meine Hobbys und all die Dinge, mit denen man sich im Laufe der Jahre so beschäftigt. …
KI-generiertManchmal dauert es einfach ein bisschen länger. In meinem Fall sogar ein paar Jahre.
Da hatte ich also eine eigene Domain, eine gehostete Webseite und eigentlich auch genügend Themen, über die ich hätte schreiben können. Berufliche Erfahrungen im Marketing, Technik, Musik, Filme, meine Hobbys und all die Dinge, mit denen man sich im Laufe der Jahre so beschäftigt.
Nur passiert ist nicht besonders viel.
Aus privaten Gründen, aus Bequemlichkeit und vielleicht auch, weil man sich immer wieder andere Prioritäten setzt, blieb die Seite mehr oder weniger brachliegen.
Bis vor Kurzem.
Weniger nachdenken, einfach machen
Einen ersten Anstoß gab eine Informationsveranstaltung zum Thema Selbstständigkeit. Dort stellte eine Dozentin aus dem IT-Bereich unter anderem Lovable vor, ein Werkzeug, mit dem sich mithilfe künstlicher Intelligenz Webseiten und Anwendungen erstellen lassen.
Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war aber weniger die Technik als vielmehr die Botschaft dahinter: Einfach mal machen.
Nicht ewig planen, nicht jedes Detail tausendmal hinterfragen und vor allem nicht darauf warten, bis wirklich alles perfekt ist.
Bei den US-Amerikanern, so zumindest die Beobachtung, scheint diese Machermentalität oft ausgeprägter zu sein. Während man hierzulande gerne noch einmal gründlich analysiert, diskutiert und abwägt, wird andernorts vielleicht einfach schon losgelegt.
Natürlich ist das eine zugespitzte Betrachtung. Aber irgendwie steckt etwas darin.
Ein zweiter Impuls kam dann aus meiner Weiterbildung im Bereich künstliche Intelligenz. Auch dort begegnete mir Lovable wieder, neben zahlreichen anderen Werkzeugen zur Text-, Bild-, Video- und Content-Erstellung.
Und irgendwann dachte ich mir: Warum eigentlich nicht?
Eine Webseite ist heute keine Sensation mehr
Wer sich an die Anfangszeiten des kommerziellen Internets erinnert, weiß vielleicht noch, welchen Stellenwert eine eigene Webseite damals hatte.
Vor 20 oder 25 Jahren konnte man mit Webdesign noch richtig Eindruck machen. Ich erinnere mich sogar an Erzählungen von Leuten, die mit der Erstellung von Webseiten angeblich unglaublich viel Geld verdienten.
Heute sieht die Welt anders aus.
Eine eigene Webseite macht niemanden automatisch berühmt, reich oder erfolgreich. Und das muss sie auch gar nicht.
Für mich ist sie vor allem eine Möglichkeit, einen eigenen Platz im digitalen Raum zu gestalten.
Was mich bei der Neuerstellung besonders begeistert hat, war die Geschwindigkeit. Keine tagelangen Designüberlegungen, kein endloses Herumschieben von Elementen und kein ständiges Verwerfen bereits gemachter Arbeit.
Und das Kuriose daran: Das Ergebnis fühlt sich tatsächlich nach mir an.
Obwohl ein großer Teil der technischen und gestalterischen Arbeit von einem KI-Werkzeug übernommen wurde, erkenne ich mich in der Seite wieder.
Das hätte ich in dieser Form nicht unbedingt erwartet.
KI als kreativer Sparringspartner
Natürlich kann man darüber diskutieren, ob solche Werkzeuge nicht auch bequem machen.
Wahrscheinlich tun sie das sogar.
Andererseits eröffnen sie Möglichkeiten, die vor 20 oder 30 Jahren für viele Menschen schlicht nicht existierten.
Man ist bei der Umsetzung eigener Ideen nicht mehr zwangsläufig auf andere angewiesen. Man kann Dinge ausprobieren, verwerfen, verändern und neu entwickeln.
Auch beim Schreiben.
Statt minutenlang auf einen leeren Bildschirm zu starren, kann man Gedanken einfach frei formulieren, erzählen und anschließend strukturieren.
Das ist nicht nur schneller. Es kann sich sogar persönlicher anfühlen.
Mich beeindruckt dabei besonders, dass solche Technologien Fähigkeiten und Möglichkeiten zugänglich machen, die früher oft Spezialisten vorbehalten waren. Dass es dabei auch Einschränkungen, kostenpflichtige Angebote und kritische Entwicklungen gibt, ist natürlich eine andere Geschichte.
Ein bisschen erschreckend ist das alles manchmal schon.
Aber vor allem finde ich es faszinierend.
Marketing, Musik, Science-Fiction und der ganze Rest
Und was soll jetzt eigentlich auf dieser Webseite passieren?
Eine gute Frage.
Eine endgültige Antwort habe ich darauf nicht, und vielleicht brauche ich die auch gar nicht.
Ich möchte über Dinge schreiben, die mich interessieren, beschäftigen oder begeistern.
Das können berufliche Entwicklungen aus Marketing, Digitalisierung und KI sein. Genauso gut aber auch Musik, Technik, Filme, Blu-rays oder meine Begeisterung für Star Wars und Captain Future.
Vielleicht schreibe ich über einen Film, den ich gerade gesehen habe. Vielleicht über eine besondere Veröffentlichung, die hierzulande nicht erhältlich ist und die man sich über irgendwelche Umwege aus dem Ausland besorgen muss.
Vielleicht geht es aber auch um Ahnenforschung, ein Thema, mit dem ich mich neuerdings beschäftige.
Und irgendwann soll das Ganze möglicherweise noch durch einen YouTube-Kanal ergänzt werden.
Kurz gesagt: Es wird vermutlich eine ziemlich bunte Mischung.
Aber genau das entspricht meinen Interessen und letztlich auch meinem Leben.
Homo digitalensis?
Manchmal frage ich mich, wie selbstverständlich all diese digitalen Dinge inzwischen zu unserem Alltag gehören.
Beruf, Freizeit, Hobbys, Kommunikation, Musik, Filme, Informationen – vieles davon findet längst auch digital statt.
Vielleicht sind wir inzwischen tatsächlich eine Art Homo digitalensis geworden.
Ob man das nun gut oder schlecht findet, sei dahingestellt.
Für mich jedenfalls gehören diese unterschiedlichen Welten mittlerweile zusammen. Und vielleicht ist meine neue Webseite einfach der Versuch, diese Vielfalt ein bisschen zu bündeln.
Ohne großes Geschäftsmodell, ohne Influencer-Ambitionen und ohne den Anspruch, damit die Welt zu verändern.
Wenn sich dabei der eine oder andere für meine Themen interessiert, eine interessante Anregung findet oder einfach Freude an einem Beitrag hat, umso schöner.
Und wenn nicht?
Dann habe ich immerhin einen Ort geschaffen, an dem ich meine eigenen Gedanken, Erfahrungen und Interessen festhalten kann.
Manchmal muss man eben einfach anfangen.
Und dann schauen, was daraus wird.